20 praktische Hinweise für ein möglichst strahlungsarmes Zuhause
1. Standort bewusst wählen
Bevor du eine Wohnung mietest oder ein Haus kaufst, lohnt sich ein Blick auf die Umgebung. Mobilfunkmasten, Hochspannungsleitungen oder Bahntrassen in direkter Nähe können problematisch sein – besonders, wenn Schlafräume in der Hauptabstrahlrichtung liegen. Im Zweifel ist eine baubiologische Messung sinnvoll.
2. Schnurlostelefone kritisch prüfen
Viele ältere DECT-Telefone senden dauerhaft Funksignale. Moderne Geräte mit ECO-Plus-Modus reduzieren die Strahlung deutlich, da sie nur beim Telefonieren aktiv sind. Achte darauf, dass auch die Basisstation im Ruhezustand abschaltet.
3. WLAN nachts deaktivieren
Router und Repeater funken rund um die Uhr. Nachts kann es sinnvoll sein, WLAN komplett auszuschalten – am einfachsten per Zeitschaltsteckdose. Viele Menschen empfinden den Schlaf dann als ruhiger.
4. Handy nicht aktiv im Schlafzimmer
Ein eingeschaltetes Smartphone sucht regelmäßig nach Netzen. Nutze nachts den Flugmodus, besonders wenn das Handy als Wecker dient. Bluetooth sollte dabei ebenfalls deaktiviert sein.
5. Babyphon bewusst auswählen
Viele Babyphone und Überwachungssysteme arbeiten mit Funk oder WLAN. Geräte, die nur bei tatsächlicher Bewegung senden, reduzieren die Dauerbelastung deutlich.
6. Vorsicht bei Smart Metern
Intelligente Strom- oder Wasserzähler kommunizieren häufig per Funk. Befinden sie sich im Wohnbereich, kann eine Abschirmung helfen, die Belastung zu verringern.
7. Bluetooth sparsam einsetzen
Bluetooth ist allgegenwärtig – im Auto, bei Kopfhörern oder Lautsprechern. Wo möglich, sind Kabelverbindungen die strahlungsärmere Alternative, vor allem in geschlossenen Räumen oder im Fahrzeug.
8. Abstand beim Telefonieren
Telefonate direkt am Kopf erhöhen die Belastung. Headsets oder die Freisprechfunktion sind deutlich schonender. Besonders wichtig ist Abstand, wenn sich Kinder in unmittelbarer Nähe befinden.
9. Lampen und Erdung beachten
Viele Tisch- und Nachttischlampen erzeugen elektrische Felder – auch im ausgeschalteten Zustand. Geschirmte und geerdete Lampen können hier Abhilfe schaffen.
10. Abschirmmaterialien gezielt einsetzen
Abschirmfarben, Vorhänge oder Baldachine können Funkstrahlung von außen reduzieren. Wichtig ist eine fachgerechte Anwendung, damit keine neuen Belastungen entstehen.
11. Stecker richtig herum nutzen
Bei einpolig geschalteten Lampen hängt die Feldbelastung davon ab, wie der Stecker steckt. Mit einem einfachen Messgerät lässt sich prüfen, ob die stromführende Phase unterbrochen wird. Einfacher ist gleich einen zweipoligen Schalter zu kaufen.
12. Elektrische Wärmesysteme nachts trennen
Heizdecken oder beheizte Wasserbetten sollten vor dem Schlafen vom Strom genommen werden, da sie elektrische und magnetische Felder erzeugen.
13. Elektrostatik vermeiden
Synthetische Stoffe laden sich leicht statisch auf. Naturmaterialien, ausreichende Luftfeuchtigkeit und gewaschene Textilien reduzieren diese Effekte deutlich.
14. Küche bewusst ausstatten
Induktionsherde und Mikrowellen erzeugen starke Felder. Wer empfindlich ist, einen Herzschrittmacher hat oder schwanger ist, sollte Alternativen in Betracht ziehen.
15. Drucker nicht in unmittelbarer Nähe
Viele Drucker sind ungeerdet und funken zusätzlich über WLAN. Ein Abstand von mindestens zwei Metern und deaktiviertes WLAN sind empfehlenswert.
16. Laptops richtig nutzen
Ein geerdetes Netzteil kann die Belastung deutlich senken. Alternativ empfiehlt sich Arbeiten im Akkubetrieb und nicht direkt auf dem Körper.
17. Elektrik aus dem Bett verbannen
Verstellbare Betten, integrierte Beleuchtung oder Ladegeräte im Bett erhöhen die nächtliche Belastung. Nachts sollte das Bett möglichst stromfrei sein.
18. Keine Kabel unter dem Schlafplatz
Mehrfachsteckdosen und Kabel unter dem Bett erzeugen dauerhaft niederfrequente Felder. Schaltbare Steckdosen schaffen hier Abhilfe, diese müssen aber zweipolig, d. h. Phase und Neutralleier abschalten.
19. Erdungsprodukte kritisch prüfen
Geerdete Bettlaken oder Matten können unter Umständen zusätzliche Belastungen verursachen. Eine Erdung sollte immer mit einem potentialfreien Messgerät, d. h. ohne eine Zuleitung von der Erde zum Messgerät, gemessen und fachlich beurteilt werden.
20. Ganzheitlich denken
Da Strahlung allgegenwärtig ist, reicht reines Abschirmen oft nicht aus. Ergänzende Maßnahmen zur Harmonisierung und bewusster Umgang mit Technik sind langfristig entscheidend.